Dimensionen
Tiefe
Ausdehnung
Zeit
Maßstab
Anmutung
Harmonie
Komposition
Disharmonie
Spannung
Breite
Höhe
Verhältnis
Mensch
Wirkung
Empfinden
Geschmack
Qualität
Material
Statik
Anordnung
Goldender Schnitt
Überschneidung
Aufteilung
Gewichtung
Linie
Fläche
Körper
Raum
Räumlichkeit
Volumen
Grenzen
Form
Gestaltung
Design
Gefühl
Farbe
Licht
Funktion
Stil
Mathematik
Geometrie
Logik
Biologie
Norm
Normung
Standard
Rhythmus
Raster
Bewegung
Abwechslung
Symmetrie
Asymmetrie
Störung
Wiederholung
Unterbrechung
Ordnung
Gliederung
Strukturierung
Format
Achsen
Horizontale
Vertikale
Schräge
Staffelung
Abstufung
Reihung
Regeln
Baukunst
Kultur
Parameter
Perspektive
Akzent
Wahrnehmung
Kreativität
Wissen
Erfahrung
Psychologie
Anwendung
Komplexität
Variation
Sensibilität
Struktur
Konstante
Variable
Zuordnung
Abhänigkeit
Klarheit
Prägnanz
Ausgewogenheit
Tradition
Proportionen
Der Umgang mit Maß und Zahl ist die Basis architektonischer Gestaltung.
Gute Proportionen der Baukörper und Bauteile ist ein Merkmal sensibler
Gestaltung.
Nur in wohlporportionierten
Gebäuden und Räumen fühlen sich die Menschen wirklich wohl.
Seit den Anfängen der Baukunst haben sich deshalb Baumeister mit dem
Problem der für die Menschen heiigneten Proportionen auseinandergesetzt.
Diesem Bemühen liegt
der Gedanke zugrunde, ein allgemein gültiges
Maßsystem
zu finden, dessen Anwendung dem "natürlichen" Empfinden der Menschen
entspricht, ihn funktional und formal befriedigt. Die meisten Systeme richten
sich deshalb am Menschen selbst, an seinen Körper-Proportionen aus oder
an mathematischen Systemen, die diesen Körperproportionen oft nahe kommen.
In unserer rational und
funktional geprägten Zeit ist die Anwendung von Proportionsregeln immer
mehr verloren gegangen.
Einerseits glaubte man,
daß der Mensch als "Beherrscher" der Natur dieser Regeln,
nicht mehr bedarf, andererseits trat die reine Funktion der Gebäude und
Räume immer weiter in den Vordergrund. Die Architektur entfernte sich
von den Menschen und ihren primären Bedürfnissen. Der Verlust des
"menschlichen Maßstabes" wird heute dementsprechend beklagt.
Unser Menschenbild hat
sich - besonders in den letzten Jahrzehnten - erheblich gewandelt.
Die
Einsicht in ökologische Zusammenhänge und das trotz allem weiter zunehmende,
auf Konsum ausgerichtete Verhalten der Menschen zwingen dazu, neue Maßstäbe
für eine ökologische vertretbare , humane und technisch wie funktional
überzeugende Bauweise zu entwickeln.
Dabei ist vor allem auf
ganzheitliche Sicht der Aufgaben zu achten. Der Mensch ist nicht mehr Mittelpunkt
der Welt, nicht mehr das Maß aller Dinge, sondern integraler Bestandteil
der Biosphäre.
Die Architektur hat in
ihren Vorstellungen von MAß und Proportion dieser Entwicklung Rechnung
tragen.